Rosenbücher über alte Rosen

Hier stellen wir euch eine Reihe von interessanten Rosen-Büchern speziell über alte und historische Rosen vor:
















Als historische Rosen werden nur jene Rosensorten bezeichnet, deren Rosenklassen bereits vor 1867 gezüchtet wurden und in Kultur waren.

Im Jahre 1867 wurde die „erste“ sogenannte Teehybride, die Sorte 'La France', am Markt vorgestellt. Alle Klassen, die vor diesem Zeitpunkt bereits bestanden, werden als "alte Gartenrosen" oder auch als "historische Rosen" bezeichnet, selbst wenn einzelne Sorten daraus erst später entstanden.

Wichtig ist hierbei nur, dass die wesentlichen Merkmale der Klasse klar ausgeprägt sind. Es wurden natürlich auch nach 1867 „alte Rosen“ neu gezüchtet, diese allerdings nur durch Kreuzung
bereits vor 1867 vorhandener historischer Rosen.


Die historischen Rosen umfassen folgende Rosenklassen:



1.) Historische Rosen europäischer Herkunft. Diese sind allesamt nur einmalblühende Rosen


Gallicarosen
Albarosen (vor 1800)
Damaszenerrosen
Zentifolienrosen
Moosrosen
Wildrosen

2.) Historische Rosen mit Einfluss der Chinarosen. Diese historischen Rosen besitzen bereits die Eigenschaft im Spätsommer oder im Herbst noch ein zweites Mal zu blühen (remontierende Rosen).


Noisetterosen (1817)
Bourbonrosen
Portlandrosen (1817)
Teerosen (1833)
Boursaultrosen (1792 oder 1812)
Rosa foetida Hybriden (1837)
Remontantrosen (1837)
Chinarosen (vor 1819)


Historischen Rosen zeigen in der Regel ein eingeschränktes Farbspektrum das von weiß über rosa-rot bis ins purpur-rot geht. Dabei sind pastellartige Farben vorherschend. Auch ein Verblassen der Farbe mit zunehmendem Alter der Blüte ist typisch für historische Rosen, insbesondere von jenen mit purpurfärbigen Blüten.

In unserem Projekt Rosa Rosengarten haben wir eine ganze Reihe von historischen Rosen ausgepflanzt. Sie bestechen durch ihre besondere Winterhärte, die bei uns im Südlichen Waldviertel in Niederösterreich auf 500 m Seehöhe besonders gefragt ist. Hier eine Liste der Rosensorten die wir ausgewählt haben.



Wie schneidet man Edelrosen ?


Edelrosen, oft auch als Teehybriden bezeichnet, schneidet man auf 3-5 Augen herunter. Das bedeutet, dass der Trieb von unten gezählt etwa 1-2 cm oberhalb des dritten bis fünften Auges der Rosen abgeschnitten wird.

Im Bild eine spät, während der Tulpenblüte,
geschnittene Edelrose
Ob es jetzt 3,4 oder 5 Augen sind hängt auch vor allem davon ab, ob das obere Auge nach außen zeigt.
Dies ist deshalb von Bedeutung, da dieses obere Auge unbedingt im Strauch nach außen zeigen muss.

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So entsteht ein ausladender Rosenbusch und es wird ein wirres, kreuzweises Wachstum der Rosentriebe vermieden.







Wie schneidet man Strauchrosen und Kletterrosen ?


Bei Strauchrosen ist ein behutsamerer Schnitt als bei Edelrosen angesagt. Hier schniedet man nur die überstehenden Triebe ab. Keinesfalls wird die Rose stark oder bis auf den Boden zurückgeschnitten.
Bei Strauchrosen lässt man auch dünnere Triebe stehen. So entsteht die gewünschte buschartige Wuchsform. Viele Vertreter dieser Rosengattung blühen auch nur am zweijährigen Holz. Das heißt, dass wenn man zu stark zurückschneidet auch viele Blütenansätze weggeschnitten werden und das will man sicher nicht erreichen.
Viele Rosen wollen hoch hinaus. Seien es die echten Ramblerrosen, die in luftige Höhen von 6 m klettern können, oder auch kletternde Edelrosen, die eigentlichen Kletterrosen, die so eine Höhe von 2-3 m erreichen.
Selten jedoch kommen die Kletter- oder Ramblerrosen ohne Klettergerüst aus.


Wie schneidet man Bodendeckerrosen ?


Bei Bodendeckerrosen werden nur die abgestorbenen Triebe entfernt. Der Rest kann wachsen wie er will. So werden die Rosen schön buschig und dicht. Genau das will man bei Bodendeckerrosen ja erreichen.
Wir schneiden unsere Bodendeckerrosen immer mit der Heckenschere in etwa 30 cm Höhe flächig ab.
Dies wirkt zwar beim Schneiden brachial, aber man erreicht damit ein gleichmäßig hohes und dichtes Rosenbeet.


Welche Scheren sind beim Rosenschnitt ideal ?


Rosenscheren gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Zu diesem Thema haben wir eine eigene Übersicht erstellt, die ihr im Artikel
Die besten Rosenscheren - ein Überblick von Günstig bis Exklusiv
nachlesen könnt.



Fazit: Rosen als Gestaltungselemente im Garten werden immer beliebter. Früher oft nur als Rosenrabatte oder kleine Rosengruppen gepflanzt werden Rosen nunmehr zunehmends auch als eigene Gestaltungselemente im Garten eingesetzt. Später geschnittene Rosen wachsen stärker und höher auf und die Blüten kommen so der "Nase" des Rosenliebhabers mehr entgegen. So kann man sich quasi im Vorbeigehen an der Schönheit und am herrlichen Duft der Rosen erfreuen und einfach die Schönheit des Gartens genießen.
Und noch ein Anliegen unsererseits: Da wir auch Imker sind, empfehlen wir natürlich auch Rosen als Bieneweide. Immer mehr Garten- und Rosenfreunde entscheiden einen Beitrag für die Erhaltung und den Schutz unserer Bienenpopulation zu leisten.
Doch welche Pflanzen sind für eine gute Bienenweide geeignet und wie lässt sich eine Bienenweide mit unseren geliebten Rosen kombinieren.
All diese Fragen, und welche Rosen eigentlich überhaupt als Bienenweide taugen will ich euch in diesem Artikel beantworten.

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