Rosen als Wurzelware richtig pflanzen

Bei den meist in Gartencentern angebotenen Containerrosen ist das richtige Pflanzen einfach.
Ein ausreichend großes und tiefes Pflanzloch ausheben, die Rose mit der Veredelungsstelle 5 cm unter die Erde und schon ist die Pflanzung abgeschlossen.

Bei Rosen hingegen, die als Wurzelware angeboten werden, gibt es Einiges zu beachten. Wir haben euch hier eine Schritt für Schritt - Anleitung zusammengestellt, wie ihr eure Rosen richtig "unter die Erde bringt".



Schritt 1 - die Ware prüfen


Rosen die als Wurzelware angeboten werden, sind leichter zu versenden und werden daher meist von Online-Shops angeboten. Dies ist bei entsprechender Verpackung und auch bei Postwegen von bis zu einer Woche völlig unproblematisch. Trotzdem gilt es die Ware sofort nach dem Erhalt zu prüfen. Sollten sich vertrocknete oder verfaulte Pflanzen unter der Lieferung befinden, kann man ja schnell ein Handy-Foto davon machen. Das erleichtert die allfällige Reklamation.
Ist mit den Rosen alles Ok folgt Schritt 2.


Schritt 2 - die Rosen wässern


Mindestens 4 Stunden sollten die Rosen in einem großen Kübel gewässert werden. Achtet darauf, dass sich zumindest alle Wurzelteile im Wasser befinden. Sie sollen sich über mehrere Stunden mit Wasser vollsaugen. Dies erleichtert der Rose die Wasserversorgung der ersten Tage, bis sie neue Wurzelspitzen austreiben kann.
Aber Achtung: Man lässt die Rosen nicht länger als einen Tag im Wasser, es würden sonst zu viele Nährstoffe ausgeschwemmt werden.





Schritt 3 - das Zurechtschneiden der Wurzeln und der Triebe


Bei Rosen-Wurzelware kann man überlange, stärkere Wurzeltriebe zurückschneiden. Niemals darf man die feinen Faserwurzeln schneiden. Sie sind in der ersten Zeit besonders für die Wasser- und Nährstoffversorgung der Rosen wichtig. Auch verfaulte Wurzelteile müssen entfernt werden.
Bei den Trieben der Rose schneidet man nur abstehende und überlange Triebe ab. Auch ganz dünne, unterentwickelte Triebe kann man entfernen.




Schritt 4 - Pfanzloch ausheben und Rose pflanzen


Das Pflanzloch muss ausreichend tief und weit sein. Als Faustregel sollte das Pflanzloch eine Handbreit tiefer als die Wurzeln reichen gegraben werden. Auch rund um die Wurzeln sollte eine Hand breit frei sein. Somit ergibt sich in etwa eine Tiefe von 40-50 cm und eine ebensolcher Durchmesser des Pflanzlochs.

Wichtig ist die Pflanztiefe. Die Veredelungsstelle der Rose soll nach der Pflanzung 5 cm unter dem ursprünglichen Bodneniveau liegen. Dazu kann man sich eine Holzlatte oder den Spatenstiel auf das Pflanzloch legen und so die Tiefe der Veredelungsstelle bestimmen.



Werbung
Anschließend folgt das Auffüllen mit Erde. Hat man das Pflanzloch etwa zu 3/4 gefüllt, wird die Rose kräftig ein paar Zentimeter auf und ab gerüttelt. Dies bewirkt, dass sich Luftlöcher in der Erde schließen und die Wurzeln gut mit Erde umhüllt sind.
Danach noch leicht andrücken, am Besten mit den Händen oder der Faust, nicht mit den Schuhen, denn das würde die Erde zu stark verdichten und Wurzeln könnten abreißen.


Schritt 5 - Ausreichend Wässern


Die Rosen müssen regelrecht eingeschlämmt werden. 10 Liter pro Rose stellen hier wohl das untere Maß dar. Am Besten mehrmals angießen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und das gesamte Pflanzloch gut durchtränkt ist.








Schritt 6 - Anhäufeln oder abdecken


Zuguterletzt wird die frisch gepflanzte Rose noch angehäufelt. Etwa 7-10 cm hoch wird Erde, ähnlich einem Maulwurfshügel aufgeschüttet. Dies bewirkt, dass die Triebe der Rose nicht durch Wind und Sonne austrocknen können, solange die Wasserversorgung mit neuen Wurzeln noch nicht ausreichend ist.
Alternativ oder auch zusätzlich kann man auch mit Tannenreisig die frisch gepflanzte Rose abdecken.
Diese Schutzmaßnahmen kann man ruhig einige Wochen belassen. Wird die Rose im Spätherbst gepflanzt, entfernt man die Schutzmaßnahmen überhaupt erst im Frühjahr.

Vielleicht für euch auch interessant:

Rosen durch Stecklinge selbst vermehren
Lavendel durch Stecklinge vermehren 

Beliebte Beiträge