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Rosen und Tulpen gemeinsam pflanzen ?

Rosen und Tulpen - vertragen sich diese Pflanzenarten ?

Oft werde ich gefragt ob sich denn Rosen und Tulpen gemeinsam im Beet vertragen ?

Ist es möglich zwischen Rosen alles voller Tulpen zu pflanzen ?

Muss man dabei einen bestimmten Abstand einhalten?


Wir haben seit Jahren Narzissen und Tulpen zwischen den Rosen. Und das nicht zu wenig. Bei unserem vom Haus aus nordseitig gelegenen Gartenteil haben wir ca. 50 Rosen und ca. 200 Tulpenzwiebeln.

Bei Beetrosen und Edelrosen habe ich die Zwiebeln ca. 20cm von der Rose entfernt gesteckt. Bei Strauchrosen, vor allem auch bei den alten Sorten
(Ghislaine de Féligonde, Rose de Resht usw.), bei Rugosa und Wildsorten muss mehr Abstand sein, denn diese werden doch deutlich ausladender. Sie bilden viele neue Bodentriebe und den Platz dafür muss man einfach einplanen.

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Ansonsten sind Rosen Tiefwurzler und die Zwiebeln kommen immer so bei 10-15cm in den Boden. Sie stören einander also im Wurzelbereich überhaupt nicht.
Tulpen gehören zu den Geophyten, welche nach der Blüte in die Zwiebeln einziehen. Rosen hingegen gehören zu den Sträuchern (kleines Gehölz) und ihr Wurzelbereich liegt deutlich darunter.
Ein Abstand bei der Pflanzung ist daher nicht notwendig. Wir haben also beste Erfahrungen mit der Mischpflanzung.

Die Tulpen die so Anfang April aus dem Boden kommen sind neben dem Rosenaustrieb das erste frische Grün im Garten und die Tulpen-Blüte 3-4 Wochen später verkürzt die Wartezeit auf die ersten Farbtupfer im Garten.
Die Rosen blühen bei uns erst so Ende Mai richtig, und damit verlängert isch die Blühsaison schon merklich.


Wann werden die Tulpen gepflanzt (Zwiebeln gesteckt) und wann ist dann im Frühjahr mit der Blüte zu rechnen?


Die Tulpenzwiebeln steckt man am Besten im September oder Oktober. Dann haben die jungen Zwiebeln noch genügend Zeit sich bis zum Winter einzuwurzeln.
Wir wenden zum Stecken der Zwiebeln einen einfachen Trick an. Mit einem zugespitzten Holzpfahl (ca.5cm Druchmesser) schlagen wir Löcher in die Erde. Die Tiefe markieren wir uns am Pfahl von unten mit etwa 20 cm. Nun Schlagen wir den Pfahl dort wo die Zwiebeln hinkommen sollen bis zur Markierung in die Erde. In die entstandenen Löcher stecken wir die Tulpenzwiebeln und scharren mit der Erde, die rund ums Loch liegt, dieses gleich wieder zu.

Der Effekt dabei: Die Tulpenzwiebel liegt im keilförmigen unteren Teil des Pfahllochs quasi ein Bisschen hohl. Das stört nicht bei der Bewurzelung, aber beugt Schäden durch Staunässe vor, da unter der Tulpenzwiebel vorerst ja noch ein Bisschen Luft ist.
Außerdem geht so das Pflanzen superschnell. Zuerst alle Löcher schlagen, dann die Zwiebeln rein, zuscharren und fertig.


Wie öft blühen meine Tulpen, sind sie mehrjährig ?


Tulpen sind grundsätzlich mehrjährig, denn sie bilden Tochterzwiebeln aus, aus denen im nächsten Jahr neue Pflanzen wachsen. Wie oft dieser Prozess aber funktioniert hängt von der Sorte, aber vor allem auch vom Standort und der Bodenduchlässigkeit ab.
Eindeutig sicher ist auch, dass die hochgezüchteten Sorten, die es heute gibt, nicht auf Langlebigkeit gezüchtet sind. Pflanzt man solche, muss man sich leider damit abfinden, dass sie nur selten wiederkommen, man fast jedes Jahr neue kaufen und wieder stecken muss.
Außerdem wächst oft jede Menge Laub von überalterten Zwiebeln, die den anderen den Platz wegnehmen.


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Zum Wiederkommen beitragen kann auch, dass man die Tulpen nicht allzu tief steckt, denn die Tochterzwiebeln setzen jedes Jahr ein kleines Bisschen tiefer an, sodass sich Tulpen sozusagen "eingraben". Irgendwann ist es dann zu tief für das Herauswachsen.
Sehr gute Erfahrungen haben wir mit den Sorten "Nigrita", "Shirley" und "Queen of the night" gemacht. Diese drei sehr günstigen Sorten geben dem Frühlingsgarten ein nobles und zugleich optisch sanftes Antlitz. Sie kommen auch gerne und oft wieder.

Rosen und Tulpen zusammen setzen hat also sicher seinen Reiz, man muss aber einige Dinge beachten.
So sollte man es bei der Farbwahl nicht zu bunt treiben, denn das wirkt dann oft billig und einfältig.
Siehe auch dazu den Artikel "Farbkonzept für den Frühlingsgarten"

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