Rosen-Schädlinge: Der Gartenlaubkäfer

Der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) ist ein Käfer der zur Familie der Blatthornkäfer gehört.
Durch sein vermehrtes Auftreten auf Rosen im Juni wird er oft auch fälschlicherweise Junikäfer genannt.

Leicht zu erkennen ist er an seinem Petrol-Grün schillernden Kopfbereich und an seinen satt braunen Flügeln.

Die Gartenlaubkäfer sind tagaktiv und ernähren sich sowohl von Eichen-, Hasel- und Birkenblättern, als auch von Kirschblüten und leider mit besonderrer Vorliebe von Rosenblüten.

Tritt der Käfer witterungsbedingt massenweise auf, kann es vorkommen,
dass von einem Rosengarten nicht viel übrig bleibt.
Er frisst nahezu die gesamte aufgeblühte Rosenblüte und ist durch seine Flugeigenschaften sehr beweglich und verbreitet sich deshalb auch sehr weiträumig.



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Die Larven oder Engerlinge leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Da sie sehr klein sind, kommt es auch bei zahlreichem Auftreten dabei nicht zu größeren Schäden. Nach zwei bis drei Jahren verpuppen sie sich im Boden. Aus der Puppe schlüpft dann der Käfer.


Die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers


Die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers gestaltet sich schwierig, sofern man keine chemischen Mittel einsetzen will. Bei geringem Befall kann das Absammeln und oder das Zerquetschen direkt an der Rose helfen.
Das Absammeln wird einem jedoch nicht leicht gemacht, da der Gartenlaubkäfer die Eigenschaft hat, sich bei Berührung einfach zu Boden fallen zu lassen. Dann ist er am Boden fast unsichtbar.
Deshalb empfiehlt es sich beim Absammeln ein Gefäß unter die Rosenblüte zu halten, damit der Käfer dort hineinfällt. Damit er nicht wieder auffliegt, kann man in das Gefäß mit diversen Flüssigkeiten (z.B. Essig o.ä.) geben.

Der Gartenlaubkäfer wird des öfteren mit dem echten Junikäfer, dem Gerippten Brachkäfer verwechselt.
Dieser gehört zwar zur selben Familie, die Rosen schmecken ihm aber nicht ganz so gut.

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