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Rosen schneiden im Frühjahr

Immer wieder werden wir gefragt, wann denn der ideale Zeitpunkt zum Schnitt der Rosen im Frühjahr wäre ?

Ende März steht in vielen Anleitungen zum Rosenschnitt*. Wir sind jedoch der Meinung, dass das nicht immer und vor allem nicht für alle Regionen und Seehöhen gilt. Aus Orientierung kann man auch den späteren Zeitpunkt der Tulpenblüte wählen.


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Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein späterer Schnitt den Rosen nicht viele Nachteile bringt und zudem auch einige Vorteile mit sich bringt.


Die Vorteile eines späteren Rosenschnitts, also etwa erst in der zweiten Aprilhälfte, sind:

  1. Tote Zweige und kümmerliche Zweige sind besser erkennbar
  2. Bei einem späteren Rosenschnitt kann man Zweige die über den Winter abgestorben sind und Zweige die einen kümmerlichen Wuchs aufweisen besser erkennen. Viele Rosen treiben nahezu aus allen Zweigen aus, später stellt sich aber heraus, dass die Triebe doch gefrorene Stellen aufweisen, und die Rosenpflanzen dort nicht richtig durchstarten und absterben.
  3. Ein zweiter Durchgang beim Rosen schneiden kann so vermieden werden.
  4. Die Rosen werden deutlicher zurückgeschnitten
  5. Schneidet man die Rosen erst später im Frühjahr, also wenn sie bereits neue Triebe angesetzt haben, so ergibt sich für die Rose quasi ein zeitiger Rückschnitt. Dies bewirkt bei der Pflanze und den verbliebenen Trieben einen stärkeren Wachstumsschub. Ein kräftigeres Pflanzenwachstum ist die Folge. 
  6. Der Rosenschnitt kann mit dem Rasenmäher* gleich entfernt werden. Schneidet man die Rosen vor dem Rasenmähen, so kann man die abgeschnittenen Zweige gleich auf den Rasen werfen und mit dem Rasenmäher* hächseln und somit gleich entfernen.
  7. Auch lassen sich eventuell geeignete Abschnitte auch schon als Stecklinge vermehren.



Aber warum schneidet man Rosen überhaupt ?


Nun, Rosen sind Pflanzen die in den meisten Fällen buschartig wachsen. Egal ob es sich um Bodendeckerrosen*, Edelrosen* oder Strauchrosen* handelt. Alle wollen eigentlich ihrem natürlichen, buschartigen Wachstum folgen und bilden in der Regel jede Menge Triebe aus, um dies zu erreichen.
Schneidet man Rosen im Frühjahr, werden nicht nur die alten und abgestorbenen Triebe entfernt, sondern auch die Form der Rose beeinflusst.
Kräftiges Wachstum mit starken, blütenreichen Trieben ist die beabsichtigte Folge der Rückschnitts.
Die Rosen treiben aus den verbliebenen Augen stark aus und haben so die Kraft viele Blüten zu entwickeln.
Um seine Rosen zu schneiden benötigt man natürlich auch eine passende Rosenschere*, aber welche Rosenschere ist die Richtige für mich ?


Wie schneidet man Edelrosen ?


Edelrosen, oft auch als Teehybriden bezeichnet, schneidet man auf 3-5 Augen herunter. Das bedeutet, dass der Trieb von unten gezählt etwa 1-2 cm oberhalb des dritten bis fünften Auges der Rosen abgeschnitten wird.

Im Bild eine spät, während der Tulpenblüte,
geschnittene Edelrose
Ob es jetzt 3,4 oder 5 Augen sind hängt auch vor allem davon ab, ob das obere Auge nach außen zeigt.
Dies ist deshalb von Bedeutung, da dieses obere Auge unbedingt im Strauch nach außen zeigen muss.

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So entsteht ein ausladender Rosenbusch und es wird ein wirres, kreuzweises Wachstum der Rosentriebe vermieden.







Wie schneidet man Strauchrosen und Kletterrosen ?


Bei Strauchrosen ist ein behutsamerer Schnitt als bei Edelrosen angesagt. Hier schniedet man nur die überstehenden Triebe ab. Keinesfalls wird die Rose stark oder bis auf den Boden zurückgeschnitten.
Bei Strauchrosen lässt man auch dünnere Triebe stehen. So entsteht die gewünschte buschartige Wuchsform. Viele Vertreter dieser Rosengattung blühen auch nur am zweijährigen Holz. Das heißt, dass wenn man zu stark zurückschneidet auch viele Blütenansätze weggeschnitten werden und das will man sicher nicht erreichen.
Viele Rosen wollen hoch hinaus. Seien es die echten Ramblerrosen*, die in luftige Höhen von 6 m klettern können, oder auch kletternde Edelrosen, die eigentlichen Kletterrosen, die so eine Höhe von 2-3 m erreichen.
Selten jedoch kommen die Kletter- oder Ramblerrosen ohne Klettergerüst aus.


Wie schneidet man Bodendeckerrosen ?


Bei Bodendeckerrosen werden nur die abgestorbenen Triebe entfernt. Der Rest kann wachsen wie er will. So werden die Rosen schön buschig und dicht. Genau das will man bei Bodendeckerrosen ja erreichen.
Wir schneiden unsere Bodendeckerrosen immer mit der Heckenschere* in etwa 30 cm Höhe flächig ab.
Dies wirkt zwar beim Schneiden brachial, aber man erreicht damit ein gleichmäßig hohes und dichtes Rosenbeet.


Welche Scheren sind beim Rosenschnitt ideal ?


Rosenscheren gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Zu diesem Thema haben wir eine eigene Übersicht erstellt, die ihr im Artikel
Die besten Rosenscheren - ein Überblick von Günstig bis Exklusiv
nachlesen könnt.



Fazit: Rosen als Gestaltungselemente im Garten werden immer beliebter. Früher oft nur als Rosenrabatte oder kleine Rosengruppen gepflanzt werden Rosen nunmehr zunehmends auch als eigene Gestaltungselemente im Garten eingesetzt. Später geschnittene Rosen wachsen stärker und höher auf und die Blüten kommen so der "Nase" des Rosenliebhabers mehr entgegen. So kann man sich quasi im Vorbeigehen an der Schönheit und am herrlichen Duft der Rosen erfreuen und einfach die Schönheit des Gartens genießen.
Und noch ein Anliegen unsererseits: Da wir auch Imker sind, empfehlen wir natürlich auch Rosen als Bieneweide. Immer mehr Garten- und Rosenfreunde entscheiden einen Beitrag für die Erhaltung und den Schutz unserer Bienenpopulation zu leisten.
Doch welche Pflanzen sind für eine gute Bienenweide geeignet und wie lässt sich eine Bienenweide mit unseren geliebten Rosen kombinieren.
All diese Fragen, und welche Rosen eigentlich überhaupt als Bienenweide taugen* will ich euch in diesem Artikel beantworten.








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