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Die wichtigsten Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge - und was man dagegen tun kann

Wenn man krankes und befallenes Laub von Rosen nicht von den Sträuchern und dem Boden unter den Rosen entfernt, dann "überwintern" die Krankheitserreger und Pilzsporen an der Pflanze oder im Boden. Die Rosen können dann nächstes Jahr umso leichter wieder befallen werden.

Hier findet ihr eine Liste mit den häufigsten Rosenkrankheiten und Rosenproblemen, mit einer kleiner Erklärung dazu und was ihr dagegen tun könnt.




Die wichtigsten Rosenkrankeiten und Schädlinge:


Rosenblattrollwespe


Besonders augenfällig sind bei diesem Schadbild der Rosen die eingerollten Blätter. Das Ablegen der Eier am Blattrand bewirkt das Einrollen der Blätter. Dies tritt etwa ab Mai auf.
In den eingerollten Blättern entwickelt sich dann binnen einiger Wochen die Rosenrollblatt-Wespe.
Typisches Anzeichen für einen Befall ist, dass sich die jungen Blätter
der Rose plötzlich, also über Nacht einrollen. Das Schadbild ist im obigen Bild gut zu erkennen.

Die Bekäpfung ist sehr schwierig, da die dann aus den Eiern entwickelnden Larven sehr gut geschützt sind. Einerseits durch ihren Selbstschutz, andererseits durch das eingerollte Blatt. Hier helfen fast nur systemisch wirkende Mittel*, falls man diese verwenden möchte.




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Hat man guten Zugang zu seinen Rosen, kann man die befallenen Blätter abreißen und entsorgen.
Dies verschönert die Rose nicht nur optisch, sondern hilft natürlich auch den Befall in den Folgejahren zu reduzieren, da der Vermehrungsrythmus gestört wird. Die Larven fressen sonst in der Blattröhre weiter und wandern schließendlich in den Boden um sich im nächsten Frühjahr zu verpuppen. Es gibt also nur eine Generation von Rosenrollblattwespen im Jahr.

Eine chemische Bekämpfung* halten wir für nicht sinnvoll, da die Larven schwer erreichbar sind und auch das Schadpotential gering ist. Die Rose hält schon ein paar eingerollte Blätter aus.
Wer unbedingt etwas dagegen tun möchte, oder wenn der Befall exorbitant ist kann sich hier über systemisch wirkende Mittel* informieren. Beachten sie aber in jedem Fall die Anwendungshinweise und bedenken Sie, dass die Anwendung einen Eingriff in die natürlichen Abläufe darstellt.

normale Blätter, die sich gerade "Aufrollen"

Gerade im Frühling, kann man das Schadbild der Rosen-Rollblattwespe gerne mit der normalen Aufrollung der Rosenblätter verwechseln.

Im Bild links sind normale Rosenblätter nach dem "Mausohr-Stadium" abgebildet, die sich gerade entwicheln und aufrollen.





Fazit: Wenn es nicht überhand nimmt und wen es optisch nicht stört, der kann die Natur arbeiten lassen.
Einfaches Abknipsen der befallenen Blätter hilft jedoch die Rose zu stärken, und einen Befall im nächsten Jahr vorzubeugen. Die befallenen Blätter kommen natürlich in den Hausmüll und nicht auf den Kompost.
Eine Vorbeugung ist schwierig, es würde nur ein Spritzen mit systemisch wirksamen Mitteln helfen.
Man kann allerdings die ersten befallenen Blätter entfernen und vernichten, oder die Larven mit der Hand absammeln.
Dazu das ganze eingerollte Blatt abknipsen und unbedingt in den Restmüll geben, oder verbrennen. Keinsefalls dürfen die Blätter auf den Kompost.



Rosenrost


Auf den Blättern der Rose bilden sich einige Millimeter große rostfarbene Flecken. Im Herbst werden die Flecken dann schwarzbraun und immer mehr. Rosenrost ist von Jahr zu Jahr sehr verschieden im Auftreten, es scheint als wäre der Befall stark wetter- und feuchteabhängig. Vorbeugen kann man nur mit einem sonnigen und vor allem luftigen Standplatz, damit die Rosen schnell abtrocknen können.


Die Blattlaus


Sie kommen alle Jahre wieder, sie sind nicht schön anzusehen, aber sie sind eigentlich kein Problem. Die Rede ist von den Blattläusen. Sie sind ständiger Begleiter der jungen Rosenknospen.

Rosen-Blattläuse sind sehr kleine Insekten, sie erreichen  in der Regel eine Größe von 1-3 mm.
Als Pflanzensauger sind die Tiere mit einem Stechrüssel ausgestattet und saugen den Planzensaft.

Geringer Befall stellt für die Pflanze kein Problem dar, ist die Knospe aber zu stark befallen, kann sie im jungen Stadium auch abfallen, sehr zum Leid der Rosenfreunde.
Für den Hobbygärtner stellen die Blattläuse in der Regel
kein erhebliches Problem dar. Ihre Saugtätigkeit an den Pflanzen führt zwar beim starken Befall zu kleineren und angefressenen Blütenknospen. Blattläuse sind außerdem die tierischen Überträger von Pflanzenviren.

Viel größer als die von den Läusen direkt verursachten Schäden sind aber oft die ihnen hervorgerufenen Viruserkrankungen der Pflanzen.

Die klebrigen Ablagerungen durch den von den Läusen ausgeschiedenen Honigtau führen oft zur Ansiedelung von Schwärzepilzen, die der Rose zwar nicht direkt schaden, aber nicht schön anzusehen sind.

Ameisen leiben den Honigtau der der Läuse und so ist schon beobachtet worden, dass sich Ameisen gezielt Blattläuse "züchten".
Ameisen unterstützen Blattläuse sogar bei deren Verbreitung, es bildet sich also eine Art Symbiose zwischen Blattlaus und Ameise aus.




Die Bekämpfung der Blattläuse auf Rosen


Natürlich helfen diverse Pflanzenschutzmittel, vielmehr gibt es aber auch alternative Methoden die Blattläuse loszuwerden, oder sie zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Es gibt einige natürliche Feinde. Blattläuse werden unter anderem von Marienkäfern und deren Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegenlarven, Schlupfwespenlarven, Raupenfliegen, Raubwanzen, Laufkäfern, Weichkäfern, Spinnen und Vögeln gefressen.

Die Ansiedlung dieser natürlichen Feinde im Garten schaffen, wie es überhaupt gilt ein natürliches Gleichgewicht im Garten zu erhalten, Abhilfe.



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Sowohl Marienkäfer als auch Florfliegenlarven sind dabei so effektiv als Blattlausfresser, dass sie sogar gezüchtet und als Larven oder Eier verkauft werden.

Wir haben selbst ausprobiert, dass wenn wir ein zufällig gefundenes Marienkäferl auf eine starke befallene Rose gesetzt haben, diese nach einigen Tagen fast gar keine Blattläuse mehr hatte.

Auch diverse Hausmittel sind bekannt. So soll insbesondere das Besprühen mit seifigen Lösungen sowie Brennnesselsud oder Tabaksud zu einen besonders schnellen und guten Erfolg führen. Die Blattläuse ersticken unter der Seifenlösung, beziehungsweise werden durch das Restnikotin im Tabaksud vergiftet.

Wir lassen in unserem Rosen-Garten normalerweise die Blattlaus Blattlaus sein. Die Natur regelt das normalerweise von selber. Sollte uns dennoch einmal eine Rose auffallen, die überaus stark befallen ist, so greifen wir einfach zum Gartenschlauch. Mit einem starken Wasserstrahl spülen wir alle Blattläuse ab, wo bei hilfreich ist, wenn man mit der flachen Hand die Knospen oder die Triebspitzen leicht stützt und mit der Hand dagegenhält. Das geht sehr schnell und wir haben noch nicht beobachtet, dass die Blattläuse wieder nach oben krabbeln.

Der Wasserstrahl ist nicht nur die einfachste und umweltverträglichste Methode, sie geht auch schnell und lässt sich gezielt einsetzen. Jedes Milligramm Gift, dass wir von unseren Pflanzen fernhalten, wird uns die Natur und unser Boden danken.


Sternrußtau


Auf den Blattoberseiten sind sternförmige, braune bis schwarze Flecken erkennbar. Die Bezeichnung Sternrußtau kommt vom strahlenförmigen Auslaufen dieser Flecken. Die Blätter werden zunächst gelb und fallen später ganz ab. Auch hier ist ein regenreicher Sommer schädlich und sonnige luftige Standplätze bieten eine gute Vorbeugung.


Knospenfäule


Der Grauschimmel, mit dem Fachbegriff Botrytis, verursacht faule Stellen auf Blütenblättern und den jungen Knospen. Dauernde Rosenpflege mit Abschneiden von Verblütem und von Knospenmumien entzieht Grauschimmel die Grundlage für eine Massenvermehrung. Auch hier sind feuchte Standorte schädlich.


Echter Mehltau


Hier werden vor allem junge Blätter befallen. Ein mehlig, schimmeliger Belag zeigt sich au der Blattoberseite. Echter Mehltau braucht im Frühsommer warme Witterung mit Temperaturen über 20°C und vor allem über 90 Prozent Luftfeuchte um sich auszubreiten. Es gibt resistente Sorten (z.B. ADR-Prüfsiegel) bei denen Echter Mehltau selten bis gar nicht auftritt.


Der Gartenlaubkäfer


Der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) ist ein Käfer der zur Familie der Blatthornkäfer gehört.
Durch sein vermehrtes Auftreten auf Rosen im Juni wird er oft auch fälschlicherweise Junikäfer genannt.

Leicht zu erkennen ist er an seinem Petrol-Grün schillernden Kopfbereich und an seinen satt braunen Flügeln.

Die Gartenlaubkäfer sind tagaktiv und ernähren sich sowohl von Eichen-, Hasel- und Birkenblättern, als auch von Kirschblüten und leider mit besonderrer Vorliebe von Rosenblüten.

--> auch hilfreich: Hilfsmittel zur Bekämpfung des Gartenlaubkäfers*

Tritt der Käfer witterungsbedingt massenweise auf, kann es vorkommen,
dass von einem Rosengarten nicht viel übrig bleibt.
Er frisst nahezu die gesamte aufgeblühte Rosenblüte und ist durch seine Flugeigenschaften sehr beweglich und verbreitet sich deshalb auch sehr weiträumig.



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Die Larven oder Engerlinge leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Da sie sehr klein sind, kommt es auch bei zahlreichem Auftreten dabei nicht zu größeren Schäden. Nach zwei bis drei Jahren verpuppen sie sich im Boden. Aus der Puppe schlüpft dann der Käfer.


Die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers


Die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers gestaltet sich schwierig, sofern man keine chemischen Mittel einsetzen will. Bei geringem Befall kann das Absammeln und oder das Zerquetschen direkt an der Rose helfen.
Das Absammeln wird einem jedoch nicht leicht gemacht, da der Gartenlaubkäfer die Eigenschaft hat, sich bei Berührung einfach zu Boden fallen zu lassen. Dann ist er am Boden fast unsichtbar.
Deshalb empfiehlt es sich beim Absammeln ein Gefäß unter die Rosenblüte zu halten, damit der Käfer dort hineinfällt. Damit er nicht wieder auffliegt, kann man in das Gefäß mit diversen Flüssigkeiten (z.B. Essig o.ä.) geben.

--> auch möglich: die Bekämpfung mit eigenen Laubkäferfallen*

Eine chemische Bekämpfung* halten wir für nicht sinnvoll, da die Käfer schwer erreichbar sind und auch das Schadpotential meist gering ist. Die Rose hält schon ein paar abgefressene Blütenblätter aus.
Wer unbedingt etwas dagegen tun möchte, oder wenn der Befall exorbitant ist kann sich hier über systemisch wirkende Mittel* informieren. Beachten sie aber in jedem Fall die Anwendungshinweise und bedenken Sie, dass die Anwendung einen Eingriff in die natürlichen Abläufe darstellt.

Wer nicht zu systemischen Mittel greifen will, kann es auch mit Laubkäfer-Fallen* probiern.

Der Gartenlaubkäfer wird des öfteren mit dem echten Junikäfer, dem Gerippten Brachkäfer verwechselt.
Dieser gehört zwar zur selben Familie, die Rosen schmecken ihm aber nicht ganz so gut.


Rindenflecken


Bei nicht ganz ausgereiften, jungen Trieben findet man vor allem nach milden Wintern bräunlichrote Flecken. Dies sind jedoch nicht immer Frostfolgen, sondern eben Rindenfrlecken.
Starkes Ausschneiden der Rosen im Frühjahr hilft zur Vorbeugung und ältere, verholzte Triebe werden fast nicht befallen.
Junge weiche Triebe entstehen durch übertriebene Stickstoffversorgung durch Überdüngung oder einseitigen stickstoffhaltigen Dünger (z.B. Blaukorn).
Spezieller Rosendünger ist hier besser geeignet.
Auch ein rechtzeitiges Entfernen einer etwaigen Winterabdeckung hilft hier zur Vorbeugung.


Rosenzikade


Sie ist ein saugender Schädling Die Blätter sind auf der Oberseite wirken weiß gesprenkelt. Die Insekten selbst findet man auf der Blattunterseite.
Die Rosenzikaden überwintern nicht an der Pflanze selbst sonder ziehen sich im Winter in Mauerritzen zurück. Deshalb tritt der Schädling auch bevorzugt an Kletterrosen und Rosenbögen auf, die an der Hausmauer stehen. Sie lieben trockene, heiße Standorte, die es zur Vorbeugung zu vermeiden gilt.


Der Rosenkäfer


Die Rosenkäfer (Cetoniinae) sind eine Unterfamilie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Die Rosenkäfer, links im Bild ein Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata), ernähren sich nahezu ausschließlich durch das Lecken an Flüssigkeiten, wie etwa an Wunden von Bäumen oder an Früchten und Nektar. Die meisten Arten sind tagaktiv. Einzigartig ist der Flug der adulten Käfer, während dem die Deckflügel nicht geöffnet werden, sondern das zweite,
darunter liegende Flügelpaar (Alae) durch eine Wölbung hinter der Schulter entfaltet wird.




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Die Rosenkäfer sind in der Regel für die Rosen kein besonderes Problem. Ein geringer Befall wird meist locker weggesteckt. Erst wenn sie massenweise auftreten können sie zum Problem werden. Vielmehr empfinden manche Rosenliebhaber die Rosenkäfer sogar als schmückend. Ihre metallisch glänzende Oberfläche machen sie zum echten Hingucker.

Die Bekämpfung von Rosenkäfern auf Rosen

Ob man den Rosenkäfer überhaupt bekämpfen sollte ist die Frage. Wir finden dass er zur Rose und zum Sommer gehört. Er tritt nämliche erst relativ spät in Erscheinung, also so circa Mitte Juni. Rosenkäfer sind schillernde Tiere, die auch im Flug einiges an Wirbel machen.

Der Rosenkäfer gehört zu den gefährdeten Tierarten und steht unter Naturschutz.
Alle für Rosen geeigneten chemischen Insektenbekämpfungsmittel sind daher für den Rosenkäfer nicht zulässig, selbst bei massenhaftem Auftreten. Alternativ empfehlen wir aber folgende "homöopatischen" Methoden, bzw. das händische Abglauben.


Fazit:

Wie ihr aus den obigen Ausführungen erkennen könnt, ist die richtige Standortwahl die beste Vorbeugemaßnahme gegen Schädlinge und Krankheiten. Beachtet vor allem die unterschiedlichen Sorten und deren Anforderungen an Boden und Lichtverhältnisse.
Das ist meist schon der Garant für schöne Rosen, auch wenn das Wetter einmal nicht so mitspielt.


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