Rosen als Bienenweide

Den Bienen gutes tun, wer will das nicht.
Immer mehr Garten- und Rosenfreunde entscheiden einen Beitrag für die Erhaltung und den Schutz unserer Bienenpopulation zu leisten.
Doch welche Pflanzen sind für eine gute Bienenweide geeignet und wie lässt sich eine Bienenweide mit unseren geliebten Rosen kombinieren.
All diese Fragen, und welche Rosen eigentlich überhaupt als Bienenweide taugen will ich euch in diesem Artikel beantworten.


Natürlich gibt es eine Vielzahl von Bienenweidepflanzen, die mit üppigem Angebot an Nektar und Pollen locken. Doch wie legt man eine solche Bienenweide an und wie groß sollte sie sein, bzw. welchen Platzbedarf sollte man dafür ansetzen ?


Wie groß muss eine Bienenweide sein ?


Als Bienenweide bezeichnet man sowohl ausgedehnte Anpflanzungen von Trachtpflanzen (also nektarhältige Pflanzen, die für die Bienen geeignet sind) die ganze Felder in der Größe von mehreren Hektar bedecken können, als auch
kleinräumige Stellen in Gärten und Obstanlagen, die von den Bienen gerne angeflogen werden.
Diese kleinräumigen Bienenweiden kann jeder selbst leicht in seinem Garten umsetzen und aussäen.
Flächen von einigen hundert Quadratmetern genügen schon, um von den Bienen als "Weide" erkannt zu werden. Diese kleinflächigen Bienenweiden konnen einfach nicht oft gemähte Wiesenflächen sein, aber auch eigens ausgesäte Flächen mit Nektarpflanzen.
Eine solche Bienenweide kann auch Rosenstauden mit einfachen Blüten enthalten. Kleinräumige Bienenweiden stellen zwar keine, für einen ausgiebigen Honigertrag notwendige, Tracht dar, sie sind aber gerade in Zeiten zwischen zwei Haupttrachten ein guter Lückenschluss zur Versorgung mit Nektar und vor allem mit unterschiedlichen Pollen.


Bienenweide durch seltenes Rasenmähen
auf kleinen Inseln ?


Interessant für den Rosenliebhaber, der den Bienen etwas Gutes tun will, sind vor allem kleine Inseln im Garten, die nur sehr selten gemäht werden. Zweimal im Jahr genügt hier, um die Blütenpflanzen zur Samenbildung zu bringen und so einen ausdauernde Klein-Bienenweide zu schaffen.
Natürlich sollen diese Bienen-Weideinseln nahe beieinander sein oder zusammenhängen, da die Stellen von den Bienen so erkannt werden können und die Position des kleinen Trachtplatzes an die Artgenossen weitergegeben werden kann.
Auch eine Wiese "überhaupt stehen zu lassen", und lediglich Spazierwege mit dem Rasenmäher oder dem Rasentraktor hindurch zu mähen ist eine Möglichkeit.



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Aber was bedeutet "bienenfreundlich" eigentlich, welche Pflanzen sind da gemeint ?


Bienen haben zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr unterschiedliche Futtererfordernisse. Bienenfreundliche Pflanzen sind daher grundsätzlich jene, die genau zu der Zeit als die Bienen bestimmtes Angebot benötigen, dieses auch von den Pflanzen bereitgestellt wird.
Daher ist dabei besonders auf die Blühzeitpunkte im Jahresverlauf zu achten.

Je nach dem welches Nektarangebot und Pollenangebot, das die Bienen für die Volksentwicklung entscheidende Brut benötigen, gerade angeboten wird unterscheidet man:

- Im zeitigen Frühjahr widmen sich die Bienen der aufsteigenden Volksentwicklung, hier wird die Anzahl der Individuen vervielfacht um die nötige Volksstärke zu erreichen. Daher sind Pflanzen mit hohem Angebot an Pollen interessant, der zur Aufzucht der Brut benötigt wird. Im zeitigen Frühjahr sind hier Krokus und alle Weidenarten zu nennen.

- Im Frühjahr wird sowohl Pollen für die Aufzucht, als auch zunehmend Nektar benötigt. Ab März/April tragen die Bienen mächtig Nektar ein. Jetzt sollten Planzen mit hohem Nektarangebot bereitstehen.
Alle Wildblumen, Wildrosen und auch so manche Gartenpflanze bieten jetzt alles für die Bienen. Lavendel ist nicht nur ein toller Begleiter zu Rosen sondern auch ein überaus reicher Spender von Nektar und Pollen.

-Im Sommer werden die langlebigen Winterbienen aufgezogen, die das überleben des Volkes in der kalten Jahreszeit sicherstellen. Hier könnte ein Kräuterbeet mit den gängigen Küchenkräutern wie Thymian, Ysop, Bohnenkraut, Oregano, Lavendel, Salbei eine magnetische Anziehungskraft auf Insekten ausüben.

- Im Herbst ist weiterhin ein gutes Angebot an Nektar entscheidend, dass den Bienen hilft für den Winter vorzusorgen und somit weniger Auffütterungsbedarf duch den Imker entsteht.
Tolle Bienenweidenpflanzen im Herbst sind unter anderem Efeu, Sonnenblume, Fetthenne (Sedum), Schneebeere und Herbstastern.


Welche Rosen sind für Bienen geiegnet ?


Grundsätzlich gilt, dass Bienen nur Rosen mit offenen Staubgefäßen anfliegen können. Denn die meisten heutigen Züchtungen mit ihren dicht gefüllten Blüten sind für die Bienen mit ihren, im Vergleich zu anderern Insekten, kürzeren Saugorganen nicht gut erreichbar.

Alle Widlrosenarten, wie z.B. die Hundsrose, bieten diese offenen Staubgefäße.
Aber es gibt auch neuere Züchtungen die die Rose wieder als Bienenweide-Pflanze interessant werden lässt.
Darunter sind die neuen Züchtungen Bienenweide Rosen* von Rosen-Tantau zu nennen. Rosen-Tantau beschreibt seine Züchtungen wie folgt:
"Bienenweide®-Rosen sind eine Freude für jeden Garten- und Naturliebhaber!
Sie wachsen dicht, kompakt und buschig, fast kissenförmig und sind enorm blühstark.
Alle Bienenweide®-Rosen-Sorten sind halb- oder ungefüllt, d.h. ihr reicher Vorrat an Pollen und Nektar ist für Bienen und andere Insekten gut erreichbar."


'Bienenweide Apricot' hat einen überaus robusten und gesunden Wuchs mit herausragender Blattgesundheit. Sie wächst leicht höher als die weiteren Bienenweide Sorten und ist zudem leicht duftend. Auch als Kleinstrauchrose zu verwenden.
Art: Bodendecker

Farbe: apricot
Duft: leichter Duft
Blüte: klein, ungefüllt
Verkaufsform: 3-Liter Topf und wurzelnackt
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'Bienenweide Weiß' blüht fast fortlaufend durch das ganze Jahr und ist sehr Bienenfreundlich. Sie wächst etwas breiter als die übrigen Bienenweide Sorten und ist ausgesprochen Robust und gesund.
Art: Bodendecker
Farbe: weiß
Duft: kein oder nur leichter Duft
Blüte: klein, halbgefüllt
Verkaufsform: 3-Liter Topf
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'Bienenweide Hellrot' hat eine sehr schöne gelbe Mitte mit einem reichhaltigen Pollenangebot für Nützlinge. Die Blüten haben eine starke und sehr schöne Leuchtkraft.
Art: Bodendecker
Farbe: hellrot
Duft: kein oder nur leichter Duft
Blüte: klein, halbgefüllt
Verkaufsform: 3-Liter Topf
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Wer sich noch vertiefend mit dem Thema Bienenweide befassen möchte, dem sei folgendes Buch ans Herz gelegt:

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